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Dein Menschlein umsorgen: Warum Selbstliebe deine wichtigste Lebensaufgabe ist

Ein kleines Wesen, für das du sorgst

Viele von uns wünschen sich Kinder oder Haustiere, die sie umsorgen können, die sie lieben und kuscheln, für die sie da sein können, um sie mit Liebe und Fürsorge zu überschütten.

Manche von uns haben schon eines oder beides. Andere noch nicht.

So ein kleines Wesen zum Umsorgen hast du eigentlich bereits bekommen – am Tag deiner Geburt.

Dein Menschlein – ein Leben lang bei dir

Ich möchte dich heute auf eine Gedankenreise mitnehmen. Stell dir mal vor, in dem Moment, als du geboren wurdest, hätte man dir ein kleines Wesen gegeben.

Ein Wesen, für das du verantwortlich bist – und zwar dein ganzes Leben lang. Für das du sorgen musst und für dessen Gesundheit, Glück und Leben du ganz alleine zuständig bist: ein Menschlein!

Die meisten von uns haben noch nicht begriffen, dass wir alle unser eigenes Menschlein sind. Dass es die Hauptaufgabe unseres gesamten Lebens ist, dieses Menschlein, das wir selbst sind, zu behüten und zu umsorgen.

Die Verantwortung liegt bei dir

Natürlich werden wir von unseren Eltern oder Pflegepersonen in den ersten Jahren unseres Lebens versorgt. Tatsächlich gleitet diese Verantwortung aber sehr schnell in unsere eigenen Hände.

Und anstatt ein Leben lang darauf zu warten, dass uns jemand aus unserer aktuellen Misere herausholt, könnten wir doch auch mal die Perspektive wechseln: Du bist verantwortlich für dein Menschlein!

Für das Leben, das dieses Menschlein führt. Dafür, ob es genug Licht, Liebe und Aufmerksamkeit bekommt. Dafür, dass es zufrieden ist. Dass es gesund ist und gepflegt – sich geliebt, gesehen und gehört fühlt.

Wie sprichst du mit deinem Menschlein?

Wie sprichst du mit deinem Menschlein? Schreist du es innerlich ständig an und beleidigst es womöglich? Oder bist du verständnis- und liebevoll, wenn gerade mal wieder alles zu viel ist?

In unserem Kopf sprechen wir mit und über uns selbst, wie wir niemals mit anderen Menschen sprechen würden. Dein Menschlein hört das – jedes einzelne Wort. Überlege dir gut, wie du mit deinem Menschlein sprichst!

Stell dir dein Leben neu vor

Bleib mal in diesem Bild und frage dich, wie du morgens aufstehen würdest, wenn du dein eigenes Menschlein als solches erkennen würdest.

  • Wie würden deine Tage aussehen?
  • Würdest du etwas anders machen als bisher?
  • Würdest du deinem Menschlein vielleicht bessere Gesellschaft suchen als die Freunde, die sich immer über es lustig machen?
  • Würdest du nicht zum fünften Mal diese Woche zu McDonald’s gehen, sondern mal etwas selbst kochen?
Selbstliebe heißt nicht automatisch, sich immer zu mögen

Und jetzt lege ich noch einen drauf: Um dich selbst zu lieben, musst du dich nicht mal immer mögen!

Wir alle sind regelmäßig genervt von Menschen, die wir tief in unserem Inneren lieben – unseren Kindern, Partnern, Eltern, Geschwistern. Genauso ist es mit unserem Menschlein auch!

Manchmal könnten wir es gegen die Wand klatschen – was wir natürlich niemals tun würden! Manchmal finden wir uns selbst unausstehlich. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht lieben können. Und am allerwenigsten heißt das, dass wir deshalb nicht gut für uns selbst sorgen müssen.

Eine Lebensaufgabe: gut für dein Menschlein sorgen

Dein Menschlein wird dich dein ganzes Leben begleiten – von der ersten bis zur letzten Sekunde.

Wäre es nicht viel schöner, wenn ihr zwei eine tolle gemeinsame Zeit hättet?

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