Gesundheitssystem und Eigenverantwortung: Warum Kleinigkeiten Großes bewegen
Inhaltsverzeichnis:
Reizthemen, die uns zum Kochen bringen
Du hast bestimmt auch mindestens ein Reizthema. In einer Unterhaltung fällt ein Stichwort, und du fängst sofort an, innerlich zu kochen. Kennst du das? – klar!
Ich (über-)reagiere schnell beim Thema Gesundheitssystem. Meine Reaktion ist je nach Themenbereich mehr oder weniger stark ausgeprägt, aber wie ein pawlowscher Hund bin ich sofort im Diskussionsmodus.
Wenn das Gesundheitssystem Patient:innen im Stich lässt
Ich habe über die Jahre zu viele Patient:innen gesehen, die vom Gesundheitssystem im Stich gelassen wurden. Die über Monate keine Termine beim Facharzt bekommen haben. Die mit Symptombehandlung abgespeist wurden, ohne die Ursache der Erkrankung zu behandeln. Die mit Aussagen wie „Da kann man nichts machen, damit müssen Sie leben“ vor (falsche) endgültige Tatsachen gestellt wurden.
Ich behaupte nicht, dass jede Krankheit heilbar ist. Und es gibt fantastische Mediziner:innen und Therapeut:innen da draußen, die mit Herzblut alles für ihre Patient:innen tun. Aber im Großen und Ganzen läuft aus meiner Sicht ganz viel falsch.
Was mir fehlt: nachhaltige Perspektiven
Mir fehlt die nachhaltige Perspektive im Gesundheitssektor. Prävention müsste eine viel größere Rolle spielen – und zwar nicht nur Impfungen, sondern auch der Lebenswandel!
Patient:innen mit chronischen Erkrankungen sollten viel länger begleitet werden, um eine Lebensumstellung überhaupt in ihren Alltag integrieren zu können. Denn: Nur weil ich weiß, WAS ich machen SOLL, weiß ich doch noch lange nicht, WIE ich es machen KANN.
Du merkst – es geht schon wieder los – ich glühe… 🤯
Warum ich trotzdem motiviert bleibe
Samstagmorgen, 6:30 Uhr, und ich sitze vor meinem Computer. Total motiviert, heute wieder Inhalte und Materialien für meine Kurse zu erstellen. Etwas zu bewegen und Lösungen anzubieten, mit denen Menschen ihre Gesundheit wieder in die eigenen Hände nehmen können!
Menschen in meinem Umfeld fragen mich immer wieder, wie viele Stunden mein Tag eigentlich hat oder wo ich die Energie hernehme. Ich denke, wenn man für etwas wirklich brennt, dann fällt es einem nicht mehr so schwer.
Klar habe ich auch Tage, an denen ich am liebsten nur auf der Couch gammeln würde. Hin und wieder muss ein Tag Auszeit auch sein. Aber im Großen und Ganzen fängt meine kleine Seele an zu tanzen, wenn ich mich mit dem Thema nachhaltige Gesundheit beschäftige. Auch am Samstag um 6:30 Uhr. 😊
Teil der Lösung sein
Was mir besonders wichtig ist: Teil der Lösung zu sein.
Wir werden nonstop mit Problemen, Ängsten, Sorgen und Nöten in unserem direkten Umfeld und auf der ganzen Welt bombardiert. Da stellt sich schnell mal das Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit ein.
Bei so viel Leid möchte man nur noch den Kopf in den Sand stecken. Doch nichts zu tun, hat noch nie etwas verändert. Niemand von uns kann allein die ganze Welt verändern. Aber jeder kann seinen eigenen kleinen Beitrag leisten.
Die Geschichte vom Kolibri
Es gibt ganz zauberhafte Geschichten zu diesem Thema. Eine davon möchte ich heute mit dir teilen:
Eines Tages brach im Wald ein großes Feuer aus, das drohte, alles zu vernichten. Die Tiere des Waldes rannten hinaus und starrten wie gelähmt auf die brennenden Bäume.
Nur ein kleiner Kolibri sagte sich: „Ich muss etwas gegen das Feuer unternehmen.“ Er flog zum nächsten Fluss, nahm einen Tropfen Wasser in seinen Schnabel und ließ den Tropfen über dem Feuer fallen. Dann flog er zurück, nahm den nächsten Tropfen – und so fort.
All die anderen Tiere, viel größer als er, wie der Elefant mit seinem langen Rüssel, der viel mehr Wasser tragen könnte, standen hilflos vor der Feuerwand. Und sie sagten zum Kolibri:
„Was denkst du, was du tun kannst? Du bist viel zu klein. Das Feuer ist zu groß. Deine Flügel sind zu klein, und dein Schnabel ist so schmal, dass du jeweils nur einen Tropfen Wasser mitnehmen kannst.“
Doch der Kolibri drehte sich um und erklärte ihnen, ohne Zeit zu verlieren:
„Ich tue das, was ich kann. Ich tue mein Bestes.“
